Unsere erste KI-Praktikantin – und was sie bei Menschen auslöst
- bewerbeagentur

- vor 3 Tagen
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Am Anbieteranlass vom 31. März im Kanton Schaffhausen wurde der Elevator Pitch unserer neuen Praktikantin präsentiert. Und damit ist die Büchse der Pandora geöffnet.
Denn: Katharina Irniger ist keine echte Person sondern unsere erste KI-Praktikantin.
Ihr Video ist aus unserer Sicht ziemlich gut gelungen. Das liegt nicht nur an der Idee, sondern auch an der Umsetzung. Unterstützt wurde das Ganze von unserem Visual Storyteller Kim Sokola sowie vom Song, der vom Art- und Designprofi Zoran Stojanovic, ehemals bekannt als Zoro MC, geschärft wurde. Man merkt schnell, dass hier Profis am Werk waren. Und ja, der Song bleibt hängen.
Spannend wurde es bei den Reaktionen.
Sowohl am Event als auch danach, als wir das Video weiter gezeigt haben, gab es ein klares Muster:
Wer das Video ohne Kontext gesehen hat, war oft überrascht, als wir aufgelöst haben: „Das ist übrigens eine KI.“
Wer bis zum Ende geschaut hat, sagte häufig:
„Ich habe es irgendwie geahnt.“
Dieses Spannungsfeld kennen wir auch aus anderen Beispielen. Etwa bei Kampagnen wie jener der SBB mit KI-generierten Personen. Man schaut die Bilder an, bildet sich eine Meinung. Und sobald kommuniziert wird, dass es KI ist, denkt man plötzlich:„Ich habe es eigentlich schon gemerkt.“

Ein Visual, das in der Schweizer Bevölkerung für Gesprächsstoff sorgte.
Gleichzeitig entwickeln sich die Technologien rasant weiter.
Wenn wir ein halbes Jahr zurückdenken, gab es bereits Videos mit emotionalen Gesichtsausdrücken, bei denen viele überzeugt waren, echte Menschen zu sehen. Die Grenze verschiebt sich also ständig.
Und genau hier stellt sich die eigentliche Frage:
Wie viel KI ist okay? Ab wann muss sie deklariert werden? Und in welcher Form?
Werbespot für Zentralbahn AG.
Früher hat man auch nicht dazugeschrieben, dass Bilder retuschiert wurden, dass ein Model aus mehreren Aufnahmen zusammengesetzt ist oder dass ein Produkt in dieser Form gar nicht existiert.
Unsere Katharina Irniger ist jedenfalls unter den Mitarbeitenden deklariert als KI.
Wo liegt also heute die Grenze zwischen Täuschung, Fake News und einem Werkzeug, das eine Botschaft einfach verstärkt?
Für uns ist klar:Katharina Irniger wird bleiben.
Nicht als Gag, sondern als Teil unserer Arbeit.
Sie wird zur Protagonistin auf unseren Kanälen, bringt neue Dynamik in unsere Inhalte und fordert uns gleichzeitig heraus. Gerade Dinge wie Lipsync auf Schweizerdeutsch oder natürliche Bewegungen sind alles andere als trivial. Genau darin liegt aber auch der Reiz.
Sie ist nicht nur Figur, sondern auch Experiment.
Oder anders gesagt: Sie ist unser Projekt, das uns selbst weiterbringt.
Und wer weiss – vielleicht hört man sie bald auch ausserhalb unserer Videos.
Ihre erste Single «Bewerbe isch wie werbe, digga» ist bereits in Planung.
Wir sind gespannt, was noch kommt.






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